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Gestaltungsmuster, Ausführung von Natursteinbelägen

PRONAG – und Sie können sich zurücklehnen

PRONAG ist Ihr kompetenter Ansprechpartner für die Beratung, Planung, Steuerung und Überwachung von Naturwerksteinarbeiten. Lassen Sie sich inspirieren von einer kleinen Auswahl von über 300 Gestaltungsmustern und technischen Tipps für Ihren schadensfreien, langlebigen Natursteinboden.

Bodenbelag
Konstruktion
Naturwerkstein als Bauprodukt
Oberflächenbearbeitung
Bemusterung
Einbauten
Oberflächenbehandlung

Bodenbelag
Natursteinbelag Natursteinbelag Natursteinbelag Bodenbeläge aus Naturstein können als Nutzböden, Doppelböden oder auch mit Nut- und Federung verbaut werden. Bei der Verwendungsart ist darauf zu achten, dass nur geregelte Bauarten zur Anwendung kommen. Sollten Sonderlösungen gewünscht werden, hilft nur eine Zustimmung im Einzelfall (ZiE) durch das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt). Natursteinböden können innen und außen verlegt werden. Die Montage erfolgt überwiegend mit einem Verlegeplan (Montageplanung) und einer festgelegten Verlegerichtung. Um den Fußboden zu bekleiden, kommen Fliesen, Platten, Sockel, Einleger, Mosaike, Intarsien und Ornamente aus Naturwerkstein zum Einsatz. Der Vorteil gegenüber anderen künstlich hergestellten Belägen wie Teppichboden, Linoleum, Laminat oder Feinkeramik ist, dass diese Bauprodukte in der Wahrnehmung des Betrachters einem natürlichen Baustoff wie Holz oder Naturstein üblicherweise nachstehen.

Konstruktion
Natursteinbelag Natursteinbelag Natursteinbelag Einer der ersten Schritte in der Konstruktion eines Natursteinbodens ist die Festlegung der Gestaltung. Bei der Gestaltgebung kann die Fugenlage im Boden in Kreuzfuge, im Achsraster, oder in Sonderformen vorkommen. Daraus ergeben sich Formatplatten, die quadratisch, rechteckig, rund, konvex oder konkav sind. Zu beachten ist, dass konstruktive Arbeitsfugen wie Anschlussfugen, Feldbegrenzungsfugen und Gebäudedehnfugen in die Belagsoberflächen übernommen werden müssen. Der Fugenverschluss erfolgt mittels Fugenband, Fugenprofil oder dauerelastischer Fuge. Normale Bauteilfugen werden mit mineralischem, natursteinverträglichem Fugenmörtel verschlossen.

Als tragfähiger Untergrund für einen Steinboden dient Beton, Stahlbeton oder auch ein darauf vorhandener Estrich mit Dämmung. Wird der Estrich zusätzlich mit einer Fußbodenheizung (Innenbelag) versehen, ist darauf zu achten, dass das Heizungssystem vor Belegung mit dem Naturstein ordnungsgemäß aufgeheizt und mit einem Aufheizprotokoll überwacht wird. Der Natursteinverleger muss den Verlegeuntergrund auf vorhandene Körper- und Schallbrücken überprüfen, damit bauphysikalische Vorgaben eingehalten werden. Bevor die Verlegung erfolgt, muss die Unterkonstruktion auf Restfeuchte (z. B. CE-Messung) untersucht werden, um die notwendige Belegreife sicherzustellen. Sollte der Untergrund uneben sein, wird dieser mit einer Ausgleichsschicht egalisiert. Ist eine Verlegung im Dünnbett geplant, müssen die Natursteinfliesen bzw. Natursteinplatten an der Verlegefläche (Unterseite) mit einer Kalibrierung bestellt werden. Im Außenbereich sollte eine Abdichtung bzw. Trennlage im Unterbau eindringendes Wasser in den Naturwerksteinboden verhindern.

Um eine schadensfreie Natursteinverlegung zu gewährleisten, dürfen nur natursteinverträgliche Baustoffe zum Einsatz kommen. Dabei ist es wichtig, dass Verlegemörtel, Fliesenkleber, Epoxidharze, Fugenmörtel, Dichtstoffe etc. entsprechende bauaufsichtliche Prüfzeugnisse haben.

Naturwerkstein als Bauprodukt
Natursteinbelag Natursteinbelag Natursteinbelag Europäische Normenvorgaben werden in Deutschland im Bauproduktgesetz (BauPG) umgesetzt. Die Bauproduktnormung sieht für Naturwerksteine ein CE-Kennzeichen (CE-Konformität) für den jeweiligen Verwendungszweck vor. Das bedeutet, dass Naturwerksteine in Europa nur mit der richtigen petrographischen Bezeichnung, dem Handelsnamen und vorgegebenem Prüfverfahren eingeführt, gehandelt und in den Verkehr (Verkauf) gebracht werden dürfen. Zur Sicherung der Qualitätsgüte muss eine werkseigene Produktionskontrolle (Konformitätskontrolle) der hergestellten Naturwerksteine in regelmäßigen Abständen erfolgen und dokumentiert werden. Das CE-Zeichen gilt allerdings nicht für nationale Regelungen wie z.B. standsicherheitsrelevante Vorgaben. Hier dürfen nicht alle Produkte mit CE-Zeichen frei verwendet werden.

Natursteine werden in Weich- und Hartgesteine unterteilt. Den Weichgesteinen werden die Gesteinsarten Tuffsteine (z. B. Ettringer Tuff), Sedimentgesteine (z. B. Seeberger Sandstein) und Kalksteine (z. B. Jura Kalkstein) zugeordnet. Unter die Hartgesteine fallen die Vulkanite (z. B. Trachyt, Basalt, Rhyolith) und Plutonite (z. B. Granit, Syenit, Gabbro). Bei der Auswahl der Gesteinsart ist der Verwendungszweck zu berücksichtigen. Naturwerksteine sind überwiegend nicht säure- und nur teilweise kratzbeständig.

Oberflächenbearbeitung
Natursteinbelag Natursteinbelag Natursteinbelag Bodenbeläge aus Naturwerkstein werden mit den verschiedensten Oberflächenbearbeitungen veredelt. Dabei spielt die Gesteinsart eine wichtige Rolle. Je nach Gesteinsart und Materialdicke kann der Naturstein im Innenbereich poliert, geschliffen, satiniert, jetgestrahlt oder gebürstet hergestellt werden. Im Außenbereich kommt dagegen eher grob geschliffen, gestrahlt, gestockt oder geflammt zum Einsatz.

Bemusterung
Natursteinbelag Natursteinbelag Natursteinbelag Soll der Natursteinboden einheitlich und harmonisch wirken, so ist eine Natursteinbemusterung notwendig. Da ein Handmuster (z. B. 30x20 cm) keinen wirklichen Eindruck eines Naturwerksteines widerspiegeln kann, wird eine Grenzbemusterung an einer bestehenden Fläche bzw. von mehreren Unmaßtafeln (z. B. 200 x 90 cm) mit der geplanten Oberflächenbearbeitung vor Auftragsausführung mit dem Lieferanten empfohlen. Naturstein ist und bleibt ein Naturprodukt mit Nuancen und Abweichungen. Das vereinbarte Qualitätsmuster dient beiden Vertragspartnern zur Qualitätssicherung und Streitvermeidung.

Was für den Naturstein gilt, gilt selbstverständlich auch für die Ausführung. Ausführungsmuster von konkaven oder konvexen Formen sowie Aussparungen, Ausklinkungen und Anpassungsarbeiten sind unerlässlich. Bei der Kantenausbildung wird zwischen gesägt, gefast und abgezogen unterschieden. Wird die Steinkante nur gesägt, stellen Mäusezähne (kleine Abplatzungen) keinen Mangel dar.

Einbauten
Der Natursteinbelag wird im Eingangsbereich mit einer Sauberlaufzone versehen. Die Schmutzfangmatten werden von verschiedenen Herstellern angeboten und unterscheiden sich in Material, Größe und Dicke. Alle Einbauteile wie Bodeneinlauf, Bodentank, Bodeneinbauleuchte oder Rost für bodenversenkte Heizkörper integrieren sich nahtlos in den Natursteinboden.

Oberflächenbehandlung
Ist der Natursteinboden fertiggestellt, wird er mit einer Grundreinigung versehen. Um Schmutz-, Fleck- und Verfärbungen zu reduzieren, erfolgt nach der Reinigung eine Imprägnierung oder Versiegelung. Bei der Versiegelung ist zu beachten, dass sie schichtbildend, eine geringe Lebensdauer (mechanischer Abrieb) und nicht für hochglänzende Natursteine geeignet ist. Eine Imprägnierung hält dagegen  bei guten Bedingungen 5-10 Jahre und ist nicht schichtbildend (kein Glanzeffekt). Eine Bodenimprägnierung ist daher einer Bodenversiegelung vorzuziehen. Der Steinboden sollte mit natursteinverträglichen Produkten regelmäßig gepflegt werden.